Gute Arbeit beginnt mit guter Ausbildung. Dafür braucht es ausreichend Ausbildungsplätze, verlässliche Unterstützung und eine faire Ausbildungsvergütung: Die SPD Stadt Bremen will Ausbildungsplätze sichern, junge Menschen unterstützen und faire Ausbildungsvergütungen stärken.
Junge Menschen haben ein Recht auf eine Ausbildung, von der sie leben können und die ihnen eine selbstbestimmte Zukunft ermöglicht. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die sozial-ökologische Transformation die Arbeitswelt. Viele Betriebe suchen Nachwuchs, doch nicht alle jungen Menschen finden einen passenden Ausbildungsplatz oder schließen ihre Ausbildung ab.
Gute Arbeit beginnt mit guter Ausbildung. Deshalb braucht es mehr Ausbildungsplätze und bessere Unterstützung für junge Menschen und Betriebe.
Bremen hat wichtige Strukturen geschaffen
Der Ausbildungsunterstützungsfonds ermöglicht zusätzliche Ausbildungsplätze und hilft mehr Betrieben dabei, selbst auszubilden. Ein Maßnahmenpaket von vier Millionen Euro stärkt außerdem Berufsorientierung, Sprachförderung und Prüfungsvorbereitung.
Die Ausbildungsgarantie und die Ausbildungsverbünde in Bremen und Bremerhaven eröffnen weitere Wege in den Beruf. Die Jugendberufsagentur berät junge Menschen unter 25 Jahren, die noch keinen Berufsabschluss haben.
Auch bezahlbares Wohnen gehört zu guten Ausbildungsbedingungen. Die Azubi-Wohnheime im Ellener Hof in Osterholz und im Q45 schaffen bereits zusätzliche Wohnangebote. Ein weiteres Wohnheim in Bremen-Mitte soll mit Infrastrukturmitteln des Bundes realisiert werden.
Faire Vergütung muss zum Standard werden
Wer eine Ausbildung beginnt, übernimmt Verantwortung, arbeitet im Betrieb mit und erlernt einen Beruf. Das muss sich in einer angemessenen Vergütung widerspiegeln. Steigende Mieten und Lebenshaltungskosten dürfen nicht dazu führen, dass junge Menschen sich gegen eine Ausbildung entscheiden oder sie abbrechen.
Tarifbindung und Tariftreue sind wichtige Hebel für gute Arbeit. Bremen hat mit einer Tarifbindung von 56 Prozent bundesweit den höchsten Wert, zugleich stagniert die Entwicklung. Öffentliche Aufträge müssen deshalb weiterhin gezielt an faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen geknüpft werden. Faire Ausbildungsvergütungen sollen dabei zu einem Qualitätsmerkmal des Ausbildungsstandorts Bremen werden.
Drei Schritte für gute Ausbildung in Bremen
Das Bremische Tariftreue- und Vergabegesetz berücksichtigt bereits Ausbildungsplätze, Ausbildungsverbünde und tarifliche Umlageverfahren. Dieser Ansatz soll weiterentwickelt werden. Der Senat wird aufgefordert:
- Tariforientierte Ausbildungsvergütung stärken: Bei öffentlichen Aufträgen soll eine tarifliche oder tariforientierte Ausbildungsvergütung als Standard gestärkt werden. Zu prüfen ist außerdem ein Bremer Referenzwert für eine Mindestausbildungsvergütung.
- Einen „Bremer Standard für Gute Ausbildung“ entwickeln: Dazu gehören neben fairer Vergütung moderne Schulstandorte, verlässlicher Unterricht, Beratung zur mentalen Gesundheit und Demokratieförderung.
- Die Mindestausbildungsvergütung weiterentwickeln: Auf Bundesebene soll sie regelmäßig an die Lohn- und Preisentwicklung angepasst werden.
Gute Arbeit beginnt in der Ausbildung
Eine gute Ausbildung eröffnet Chancen, stärkt Betriebe und sichert Fachkräfte. Bremen hat wichtige Schritte unternommen. Jetzt müssen Ausbildungsplätze, Unterstützung, bezahlbares Wohnen und faire Vergütung konsequent zusammengedacht werden.
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