Wirtschaft und Arbeit

Bremen als Technologiemetropole des Nordens

International space station on orbit of the Earth planet. ISS in

Unser Land hat eine große und lange Tradition. Aber auch der Mut zur Innovation ist seit jeher in Bremen und Bremerhaven zu Hause. Der Blick auf unsere Wirtschaft und unsere Wissenschaft macht das mehr als deutlich. Von der Schlüsseltechnologie Leichtbau über Künstliche Intelligenz bis hin zum 3D-Druck – in Bremen und Bremerhaven werden Forschung, Entwicklung und Fertigung miteinander verzahnt. Wir sind Vorreiter bei neuen Technologien.

Bremen und Bremerhaven haben viel zu bieten

Ein Blick auf die Wissenschaftslandschaft zeigt: Unser Land hat viel zu bieten. Um nur einige Beispiele zu nennen:

  • Im Forschungs- und Technologiezentrum ECOMAT in direkter Nähe zum Bremer Flughafen arbeiten 500 Menschen aus Wirtschaft und Wissenschaft an der Weiterentwicklung der Schlüsseltechnologie Leichtbau.
  • Auf dem Uni-Campus hat das hochmoderne „Digital Hub Industry (DHI)“ eröffnet, das den Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im Fokus hat. Hier werden neue Produkte entwickelt und voll auf Digitalisierung gesetzt.
  • Mit dem neuen Zentrum für Künstliche Intelligenz „Bremen.AI“ ist im DHI nun auch eine zentrale Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen zu finden, wenn es um den Einsatz von KI geht.
  • Die Jacobs University im Bremer Norden hat sich unter der Ägide des neuen Eigentümers ebenfalls voll und ganz der Digitalisierung verschrieben.
  • Die Wasserstoffwirtschaft ist auf dem Vormarsch: Mehr als eine Milliarde Euro aus Landes- und Bundesmitteln sollen in den nächsten Jahren in Projekte zur industriellen Nutzung von Wasserstoff, etwa zur Herstellung von grünem Stahl, fließen.
  • Mit dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) haben wir in Bremerhaven ein international anerkanntes Forschungsinstitut, das mittlerweile mehr als 1.000 Beschäftigte hat und mit dem MARUM in Bremen ein weltweit anerkanntes Zentrum mit Exzellenzcluster.
  • OHB SE, Airbus Group und viele mehr: Bremen ist ein Hot-Spot im Bereich Luft- und Raumfahrt – sowohl im Bereich Forschung und Entwicklung als auch im Bereich Fertigung.
  • Darüber hinaus gibt es in Bremen und Bremerhaven unzählige „Hidden Champions“, die in ihren jeweiligen Branchen Weltmarktführer sind – was in vielen Fällen öffentlich kaum bekannt ist.

Investitionen in die Zukunft

Einerlei, ob es um Robotik geht, um Raketen- oder Satellitentechnik, um Luftfahrt und E-Mobilität oder um Wasserstoff als Energie der Zukunft: Unsere beiden Städte haben großes Potenzial und sind an vielen Stellen Vorreiter – in Deutschland, aber auch in Europa. Wir wollen diese Stellung ausbauen und unseren Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort weiter stärken und zukunftsfähig aufstellen.

Wissenschaft stärken

Das Land Bremen ist ein attraktiver Hochschulstandort mit der Universität Bremen, den Hochschulen in Bremen und Bremerhaven und der Jacobs University. Unsere Hochschulen sind bereits heute spitze beim Einwerben von Bundes- und EU-Fördermitteln. Aber auch Investitionen des Landes in unsere wissenschaftlichen Einrichtungen schaffen die Grundlage für weitere Innovationen und somit die Basis für die wirtschaftliche Entwicklung von morgen. Deshalb werden wir weiter ganz massiv in unsere Hochschulen und unsere Forschungslandschaft investieren.

Wirtschaft unterstützen

Das gleiche gilt für unsere Wirtschaft. Bremen und Bremerhaven sind erfolgreiche Wirtschafts- und Industriezentren. Mit gezielter Unterstützung wollen wir dafür sorgen, dass sie diese Stellung nicht nur behalten, sondern sogar ausbauen. Unsere Wirtschaftsförderung setzt deshalb auf eine bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Gewerbeflächenentwicklung und sichert und schafft damit viele Arbeitsplätze. Denn Erfolg benötigt Fläche – sei es für die Erweiterung eines bestehenden oder die Gründung eines neuen Unternehmens.

Auf Aus- und Weiterbildung setzen

Ein starker Standort benötigt neben einer erfolgreichen Wirtschaftsförderung und einer bedarfsgerechten Gewerbeflächenentwicklung vor allem aber auch gut ausgebildete Fachkräfte. Unsere beiden Städte investieren deshalb massiv in die Hochschulen und die Forschungslandschaft, setzen zugleich aber auch auf Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – sei es im Handwerk, der Dienstleistungsbranche oder der Industrie.

Bremen und Bremerhaven müssen sich nicht verstecken

Bremen und Bremerhaven sind bereits heute die Heimat vieler innovativer Unternehmen und der Ursprungsort vieler erfolgreicher Ideen. Damit müssen wir uns nicht verstecken, das merke ich immer wieder, wenn ich in der Republik unterwegs bin. Unser Land genießt beim Thema „Innovation“ einen hervorragenden Ruf und mancher blickt durchaus neidisch in Richtung Weser. Ich bin überzeugt davon: Bremen hat das Potenzial, die Technologiemetropole des Nordens zu werden. Daran sollten wir weiter mit vereinten Kräften arbeiten.

Autor*in

Andreas Bovenschulte ist seit August 2019 unser Bremer Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen. Im Juni zuvor war er zum Fraktionsvorsitzenden der SPD-Bürgerschaftsfraktion gewählt worden. Von 2014 bis 2019 war er Bürgermeister in Weyhe. Andreas Bovenschulte ist seit 1984 Mitglied der SPD und seit über 30 Jahren Mitglied der Gewerkschaft ver.di. Von Juni 2010 bis Dezember 2013 war er Vorsitzender der SPD LAND BREMEN. Für uns schreibt er hier vor allem zu den Themen Wirtschaft und gute Arbeit.

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