Sicherheit und Sauberkeit

Hauptbahnhof im Fokus

Der Bremer Hauptbahnhof

Der Bremer Hauptbahnhof ist das Eingangstor und die Visitenkarte für unsere bunte und vielfältige Stadt. Doch dieser Aufgabe wird er nicht immer gerecht, denn neben den sehr vielen positiven Aspekten leidet der Hauptbahnhof auch unter Sicherheits- und Unordnungsproblemen. Reisende fühlen sich zum Teil nicht richtig sicher. Das wollen wir ändern und die Probleme konsequent und gemeinsam angehen!

Bremens Hauptbahnhof darf kein Angstort sein 

Ob mit dem Zug, Rad, Bus oder Taxi: der Hauptbahnhof ist Verkehrsknotenpunkt. Von hier starten Menschen in ihren Berufsalltag, betreten Bremen als Touristinnen und Touristen oder treffen Freundinnen und Freunde, um zu Clubs oder Diskotheken zu spazieren. Die Nutzung des Bereichs des Hauptbahnhofs könnte vielseitiger nicht sein. Gerade deswegen möchte ich, dass dort niemand ein Gefühl von Unsicherheit oder sogar Angst hat. Alle Menschen, die den Bahnhof nutzen, sollen sich sicher fühlen können!

Ich möchte mehr Verbesserung!

Damit es nicht bei Worten bleibt, habe ich als Innensenator zur Erhöhung der Sicherheit ein spezielles Sicherheitsprogramm angestoßen. Mein Ziel ist ein Hauptbahnhof, der seinen unterschiedlichen Funktionen gerecht wird und für alle Menschen der Stadt Aufenthaltsqualität und auch wirtschaftliche Grundlage bietet. Dabei halte ich Folgendes für zentral:

1. Sauberkeit

Müll und Dreck dürfen nicht zur Normalität werden! Die Bremer Stadtreinigung sorgt deswegen nun öfter und mit einer beeindruckenden Effizienz am Bahnhof für Sauberkeit. Außerdem haben wir für merkbar mehr Mülleimer vor Ort gesorgt und professionelle Spritzensammlerinnen und -sammler entsorgen gefährliche Gegenstände. Außerdem freue ich mich darüber, dass wir nun auch das Angebot von öffentlichen Toiletten am Bahnhof erhöhen können.

2. Aufenthaltsorte

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Menschen in prekären Lebenslagen akzeptieren und attraktive Orte bieten müssen. Verdrängung und Wegschauen sind für mich keine Antwort! Mit den Beiräten, der Inneren Mission und dem Sozialressort haben wir bereits gemeinsam solche Orte geschaffen. So ist die Bahnhofsmission ein wichtiger sozialer Anlaufpunkt und bietet Menschen vor Ort das notwendige oder aufbauende Gespräch. Solche Räume möchte ich beibehalten und weiter stärken.

3. Sicherheit

Verstöße dürfen nicht ungeahndet bleiben, dafür sorgen wir durch wahrnehmbare und ansprechbare Polizistinnen und Polizisten vor Ort. Außerdem haben wir eine neue Polizeidienststelle direkt am Hauptbahnhof eingerichtet, die Anlaufpunkt für Notsituationen ist. Durch die Unterstützung der Bundespolizei und unseres Ordnungsdienstes schultern wir die Aufgaben vor Ort gemeinsam. Obendrein gibt es jetzt mehr technische Unterstützung durch hochmoderne Videoüberwachung im und um den Bahnhof, die einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Strafverfolgung leistet. Das alles trägt dazu bei, dass wir das Sicherheitsgefühl am Bahnhof verbessern können!

4. Umgestaltung

Ich möchte Rückzugsräume für kriminelle Milieus am Bahnhof konsequent verhindern. Dafür müssen wir auch am Bahnhof selber ansetzen und verschiedene Aspekte neu gestalten. So wurde zum Beispiel der Bahnhofsvorplatz mit einer neuen Beleuchtung attraktiver und heller.  Der neu eingerichtete Szenetreff kann Menschen helfen, abseits der Menschenströme Ruhe- und Aufenthaltsplätze zu nutzen. So können wir Hilfsangebote sinnvoll bündeln. Klar muss dabei aber auch sein, dass wir Lösungsansätze und Veränderungen stets mit den Menschen, die betroffen sind oder eine Veränderung erwarten, gestalten.

Mein Fazit

Die Entscheidung, 2019 ein spezielles Sicherheitsprogramm für unseren Hauptbahnhof Bremen aufzulegen war notwendig und richtig. Sauberkeit und Sicherheit sind, neben der Gestaltung und den Angeboten vor Ort, bedeutsame Faktoren für die Aufenthaltsqualität. Durch Partnerschaften mit allen Akteurinnen und Akteuren rund um den Bahnhof gestalten wir gemeinsame Maßnahmen. Klar ist, wir müssen diesen Kurs beibehalten!


Mehr zum Thema

Am 25. Januar hat der Senat den „Aktionsplan Hauptbahnhof“ beschlossen, in dem die bisherige Arbeit fortgeschrieben und weiterentwickelt wird. Verfolgt wird ein ressortübergreifender Ansatz, der Prävention und polizeiliche Maßnahmen vereint. Der Aktionsplan ist hier zu finden.

Außerdem: Unser Landesvorsitzender Reinhold Wetjen im Gespräch mit dem Sicherheitsbeauftragen für den Hauptbahnhof, Christian Modder.

Autor*in

Ulrich Mäurer (70) ist seit 2008 Senator für Inneres des Landes Bremen. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Marburg und Bremen trat Mäurer 1986 als Assessor in den bremischen Justizdienst ein. 1987 übernahm er die Leitung des Ausbildungs- und Prüfungsamtes für die einstufige Juristenausbildung. 1988 wurde er zunächst Abteilungsleiter, 1997 Staatsrat beim Senator für Justiz und Verfassung. Mäurer trat 1970 in die SPD ein. Er ist dienstältester Senator und hat sich in dieser Funktion mit Rockern, Salafisten, Familienclans und dem Profifußball angelegt. Seit 2014 macht er sich für eine Kostenbeteiligung der DFL bei erhöhtem Polizeiaufwand bei Hochrisiko-Fußballspielen stark. Seit Sommer 2021 setzt sich der Jurist zudem für ein weitgehendes Werbeverbot für Sportwetten ein – zum Schutz der suchtgefährdeten Spieler und Spielerinnen. Mäurer stammt aus der Eifel, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. In seiner Freizeit ist er begeisterter Läufer und Handwerker.

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